Wie driftet man? Drift-Anleitung in 3 Schritten
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Wie driftet man? Die kurze Antwort: Man bringt das Heck kontrolliert zum Ausbrechen, hält den Drift mit Lenkung und Gas, und beendet ihn sauber. Die lange Antwort mit allen Schritten, Techniken und den häufigsten Fehlern liest du hier. Eines vorweg: Üben darfst du das nur auf abgesperrten Flächen, auf öffentlichen Straßen ist Driften nach § 315d StGB strafbar.
Was du zum Driften brauchst
Ein Auto mit Heckantrieb, ideal mit komplett abschaltbarem ESP. Der Klassiker ist ein BMW E46 oder E36, es geht aber jedes hecklastige Auto ab etwa 100 PS, wenn der Untergrund rutschig genug ist. Dazu brauchst du eine legale Übungsfläche, am besten bewässert, das schont die Reifen und macht den Drift bei niedrigem Tempo kontrollierbar.

Schritt 1: Den Drift einleiten
Es gibt mehrere Techniken, um das Heck zum Ausbrechen zu bringen. Für Anfänger eignen sich zwei besonders: Beim Throttle-Over-Drift gibst du in der Kurve gezielt Gas, bis die Hinterräder die Haftung verlieren. Beim Handbrems-Drift ziehst du kurz die Handbremse, während du einlenkst, und das Heck kommt. Fortgeschrittene nutzen den Clutch Kick (kurzes Einkuppeln bei hoher Drehzahl) oder den Scandinavian Flick (Gewichtsverlagerung durch Gegenpendeln).
Schritt 2: Den Drift halten
Jetzt kommt der schwierigste Teil. Sobald das Heck ausbricht, lenkst du gegen (Richtung Kurvenaußenseite) und dosierst das Gas: mehr Gas bedeutet mehr Querstellung, weniger Gas lässt das Heck zurückkommen. Der Blick geht immer dorthin, wo du hinfahren willst, nicht auf das Hindernis. Die Lenkung arbeitet dabei fast von selbst, wenn du sie locker lässt.
Schritt 3: Den Drift beenden
Zum Beenden nimmst du sanft das Gas zurück und führst die Lenkung gerade. Wichtig: nicht abrupt vom Gas gehen und nicht bremsen, sonst schlägt das Heck zur anderen Seite durch, der gefürchtete Pendler. Ein sauber beendeter Drift ist das Zeichen, dass du die Kontrolle wirklich hast.
Die 3 häufigsten Anfängerfehler
Erstens: zu viel Tempo. Driften lernt man zwischen 30 und 60 km/h, nicht bei 100. Zweitens: der Blick klebt am Kurvenrand statt am Ziel, und wohin du schaust, dorthin fährst du. Drittens: hektisches Lenken und abruptes Gaswegnehmen, beides quittiert das Auto mit einem Dreher oder Pendler. Alle drei Fehler verschwinden erstaunlich schnell, wenn ein Instruktor per Funk danebensitzt.
Wo kannst du das legal üben?
Am schnellsten lernst du es in einem Kurs mit professionellen Trainern und bewässerter Fläche. Beim Driftkurs am Nürburgring von Trackday24 stehst du schon nach der ersten Session quer, Basiskurs ab 299 €, Miet-Drifter verfügbar. Wer die Grundlagen beherrscht, übt beim freien Driften auf dem Circuit Meppen ab 149 € pro Stunde weiter. Und wer erst einmal nur das Gefühl erleben will, steigt beim Drift-Taxi als Beifahrer ein.
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